Reis
Grundnahrungsmittel für die halbe Welt — und der seltene Fall, in dem Gundry das raffinierte Produkt (weißen Reis) dem Vollkorn vorzieht. Der ehrliche Knackpunkt ist keiner der Denkschulen, sondern Arsen in der Kleie.

Nährwerte
Makronährstoffe
Vitamine
Mineralien
Dr. Gundry
Reis ist Gundrys bekannteste Umkehrung: Er bevorzugt kleine Mengen weißen Reis gegenüber Vollkornreis — denn die Lektine sitzen in der Kleie, die beim Weißen entfernt ist. Braunen Reis lehnt er wegen dieser Kleie-Lektine ab. Erlaubt bleibt weißer Reis nur in kleinen Portionen und idealerweise im Schnellkochtopf gegart; als Stärkelieferant bleibt er auch dann eine Nebenrolle.
Dr. William Li · 5×5-System
Reis ist für Li keiner der Stars: raffinierter weißer Reis ist im Kern leere Stärke. Vollkornreis punktet über Kleie und Keim mit Ballaststoffen und resistenter Stärke fürs Mikrobiom — abgekühlt gegarter Reis bildet zusätzlich resistente Stärke. Die schützenden Fraktionen sitzen aber genau in der Kleie, die zugleich das Arsen konzentriert.
Biolazar-Evidenz
Zwei Ebenen: Erstens Vollkorn vs. raffiniert — weißer Reis hat einen hohen glykämischen Index und ist in Meta-Analysen mit erhöhtem Typ-2-Diabetes-Risiko assoziiert (Hu 2012); Vollkornreis schneidet metabolisch besser ab und fällt unter die günstige Vollkorn-Evidenz. Zweitens die Arsen-Frage: Reis reichert anorganisches Arsen an, konzentriert in der Kleie — also gerade im braunen Reis. Praktischer Kompromiss: Reis in reichlich Wasser kochen und abgießen (senkt Arsen deutlich), Sorten variieren, bei Kleinkindern die Menge begrenzen.
So einsetzen
Für die Mikronährstoffe und Ballaststoffe Vollkornreis wählen, für den niedrigsten Arsengehalt in reichlich Wasser kochen und das Kochwasser abgießen (ähnlich wie Pasta). Basmati und weißer Reis haben tendenziell weniger Arsen als brauner Reis. Gekühlter, wieder erwärmter Reis liefert mehr resistente Stärke. Abwechslung mit anderen Beilagen (Hirse, Quinoa) begrenzt die Arsen-Gesamtlast.
