53 Wirkstoffe · evidenzbasiert

Longevity-Wirkstoffe – Die evidenzbasierte Datenbank

Die kuratierte Datenbank der wichtigsten Longevity-Wirkstoffe — mit Studienzahlen, Evidenzgrad und Dosierung, ehrlich eingeordnet.

Filter53 / 53 Wirkstoffe
Ziel
Evidenz
Kategorie
MetabolischMittel

Alpha-Liponsäure (ALA)

Ein mitochondriales Coenzym und „universelles Antioxidans", das sowohl wasser- als auch fettlöslich wirkt. Am besten belegt bei Blutzucker und diabetischer Neuropathie.

DosisTypisch 300–600 mg/Tag, nüchtern (Nahrung senkt die Aufnahme). Die R-Form ist besser bioverfügbar als das racemische R/S-Gemisch.
· Nüchtern
AdaptogenMittel

Ashwagandha (KSM-66)

Adaptogen mit solider RCT-Evidenz für Cortisol-Reduktion, Schlafqualität und Stresswahrnehmung.

Dosis300–600 mg KSM-66 pro Tag, möglichst abends.
· Abends
AntioxidansFrühphasig

Astaxanthin

Ein rotes Carotinoid aus Mikroalgen — eines der stärksten bekannten Antioxidantien. Am besten belegt für die Hautresilienz gegen UV-Stress und Hautelastizität.

DosisTypisch 4–12 mg/Tag, fettlöslich — daher zu einer Mahlzeit mit Fett. Meist aus Haematococcus-pluvialis-Algen.
· Mit Mahlzeit
MetabolischMittel

Berberin (HCl, dihydroberberin)

Pflanzenalkaloid mit metabolischen Effekten — senkt Nüchternglukose und LDL in mehreren Meta-Analysen. Nicht ohne Wechselwirkungen.

Dosis500 mg, 2–3x täglich zu den Mahlzeiten. Dihydroberberin ist 5x bioverfügbarer als HCl.
· Mit Mahlzeit
BasicsVorläufig

Biotin (Vitamin B7)

Das klassische „Haare, Haut & Nägel"-Supplement. Ehrlich: Es hilft nur bei echtem Mangel — und der ist selten. Bei gut Versorgten fehlt der Beleg, und hohe Dosen verfälschen Laborwerte.

DosisDer Bedarf ist über die Ernährung praktisch immer gedeckt. Hochdosierte „Beauty"-Präparate (5.000–10.000 µg) sind selten nötig.
· Beliebig
MetabolischFrühphasig

Ca-AKG (Calcium-Alpha-Ketoglutarat)

Ein zentraler Metabolit des Zitronensäurezyklus, dessen Spiegel mit dem Alter sinkt. In Mäusen verlängerte er die gesunde Lebensspanne und reduzierte Gebrechlichkeit — beim Menschen ist die Evidenz noch jung.

DosisIn der Longevity-Szene meist 1.000–2.000 mg/Tag (Calciumsalz). Geduld nötig — Effekte, falls vorhanden, sind langsam und über Biomarker zu prüfen.
· Beliebig
MitochondrialMittel

Coenzym Q10 (Ubiquinol)

Zentraler Baustein der mitochondrialen Energiegewinnung und fettlösliches Antioxidans. Körpereigene Spiegel sinken mit dem Alter — und Statine senken sie zusätzlich, weshalb CoQ10 dort am ehesten sinnvoll ist.

Dosis100–200 mg/Tag zu einer fetthaltigen Mahlzeit. Ubiquinol (reduzierte Form) ist besser bioverfügbar als Ubiquinon, vor allem ab mittlerem Alter.
· Mit Mahlzeit
HormonellStark

Finasterid

Der wirksamste Wirkstoff gegen erblich bedingten Haarausfall — ein verschreibungspflichtiger 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der DHT senkt. Hochwirksam, aber mit realen, kontrovers diskutierten Nebenwirkungen.

DosisOral typisch 1 mg/Tag (gegen Haarausfall). Festlegung und Verlaufskontrolle ausschließlich durch die Ärztin/den Arzt.
· Beliebig
SenolytikumFrühphasig

Fisetin

Flavonoid mit senolytischer Aktivität in Tiermodellen. Klinische Endpunkte am Menschen noch unklar.

DosisStudien-Protokolle: 20 mg/kg an 2 aufeinanderfolgenden Tagen im Monat. Liposomale Form bevorzugt wegen besserer Bioverfügbarkeit.
· Pulsweise
MetabolischStark

GLP-1-Agonisten (Semaglutid, Tirzepatid)

Die Wirkstoffklasse hinter Ozempic, Wegovy & Mounjaro — ursprünglich für Typ-2-Diabetes, heute hochwirksam zur Gewichtsabnahme. Verschreibungspflichtig, mit wachsenden, aber noch jungen Longevity-Signalen.

DosisWöchentliche Injektion, einschleichend dosiert — ausschließlich ärztlich verordnet und begleitet.
· Beliebig
SonstigesFrühphasig

L-Glutamin

Die häufigste Aminosäure im Körper und zentraler Brennstoff für Darmschleimhaut und Immunzellen. Echte Evidenz in Nischen (Darmbarriere, Immunsystem unter Extrembelastung) — als Muskelaufbau-Supplement bei Gesunden dagegen überschätzt.

DosisTypisch 5 g/Tag. In Studien zu Darm/Immunsystem teils höher (10–30 g/Tag, klinisch begleitet).
· Beliebig
SchlafMittel

Glycin

Aminosäure mit Effekten auf Schlafqualität, Körperkerntemperatur und Methylierung. Günstig und gut untersucht.

Dosis3 g vor dem Schlafen, in Wasser aufgelöst.
· Abends
AntioxidansMittel

Grüner Tee

Reich an Catechinen (v. a. EGCG) und der Aminosäure L-Theanin. In Kohortenstudien mit niedrigerer kardiovaskulärer und Gesamtmortalität assoziiert — und L-Theanin verleiht dem enthaltenen Koffein einen ruhigeren, fokussierten Charakter.

DosisIn Beobachtungsstudien zeigt sich der Nutzen oft ab 2–3 Tassen/Tag. Als Getränk gut verträglich.
· Beliebig
SonstigesFrühphasig

Hyaluronsäure

Ein wasserbindendes Molekül der Haut- und Gelenkmatrix. Oral eingenommen gibt es moderate Hinweise auf bessere Hautfeuchtigkeit — die etablierten medizinischen Anwendungen sind aber Injektion und Auftragen.

DosisOral typisch 120–240 mg/Tag. Wichtig: oral, topisch und injiziert sind drei verschiedene Anwendungen mit unterschiedlicher Evidenz.
· Beliebig
SonstigesMittel

Inulin (Präbiotika)

Ein präbiotischer Ballaststoff (meist aus Zichorienwurzel), der gezielt die guten Darmbakterien füttert. Im Gegensatz zu Süßstoffen kein Zuckerersatz, sondern echtes Futter für ein gesundes Mikrobiom.

DosisLangsam einschleichen, 5–10 g/Tag. Zu viel auf einmal → Blähungen.
· Beliebig
AntioxidansMittel

Kaffee

Eines der am besten untersuchten Getränke der Longevity-Forschung. Moderater Konsum ist in großen Kohorten mit niedrigerer Gesamtmortalität verknüpft — der Nutzen kommt aus der ganzen Bohne (Polyphenole), nicht aus dem Koffein.

DosisIn Kohortenstudien zeigt sich die niedrigste Mortalität bei etwa 3–4 Tassen/Tag. Entkoffeiniert behält die meisten Polyphenol-Vorteile.
· Morgens
KognitionMittel

Koffein

Der weltweit meistgenutzte Wachmacher — wirksam für akute Wachheit und sportliche Leistung. Aber: Die Longevity-Vorteile von Kaffee und grünem Tee stammen aus deren Polyphenolen, nicht aus dem Koffein.

DosisErgogen wirksam ab ~3 mg/kg Körpergewicht vor dem Training. Allgemein gelten bis ~400 mg/Tag als unbedenklich; Wirkung und Verträglichkeit sind genetisch sehr unterschiedlich.
· Morgens
SonstigesMittel

Kollagen (Kollagenpeptide)

Das Strukturprotein der Haut, Gelenke und Knochen. Als hydrolysierte Peptide eingenommen, zeigt es in Studien eine moderate Verbesserung von Hautelastizität und -feuchtigkeit — eines der wenigen „Beauty"-Supplements mit echten Daten.

Dosis2,5–10 g/Tag hydrolysierte Kollagenpeptide. Mit Vitamin C kombinieren (Cofaktor der Kollagensynthese).
· Beliebig
BasicsStark

Kreatin-Monohydrat

Eines der am besten untersuchten Supplements überhaupt. Vorteile für Muskel, Knochen und zunehmend auch Kognition.

Dosis3–5 g/Tag, zeitunabhängig. Keine Ladephase nötig.
· Beliebig
AntioxidansMittel

Kurkuma (Curcumin)

Polyphenol aus der Kurkuma-Wurzel mit starken anti-inflammatorischen Eigenschaften. Hemmt NF-κB und mehrere Inflammations-Signalwege. Bioverfügbarkeit ist die zentrale Herausforderung — Piperin oder Liposomen-Formulierung verbessern die Aufnahme deutlich.

Dosis500–2.000 mg Curcumin/Tag, zur Mahlzeit mit Fett. Mit Piperin (BioPerine®) oder als Liposom/Phytosom für bessere Bioverfügbarkeit.
· Mit Mahlzeit
MitochondrialMittel

L-Carnitin

Transportiert Fettsäuren in die Mitochondrien — der Türsteher der Fettverbrennung. Am sinnvollsten bei Mangel (Veganer, Ältere); die Acetyl-Form (ALCAR) zielt aufs Gehirn.

DosisTypisch 1–2 g/Tag. Acetyl-L-Carnitin (ALCAR) für kognitive Ziele.
· Beliebig
AntioxidansMittel

Lutein (& Zeaxanthin)

Carotinoide, die sich im Makula-Pigment der Netzhaut und im Gehirn anreichern. Am besten belegt für die Augen — sie bremsen das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration (AREDS2).

DosisTypisch 10 mg Lutein + 2 mg Zeaxanthin/Tag (AREDS2-Dosis), fettlöslich — zu einer Mahlzeit mit Fett. Am besten primär über grünes Blattgemüse (Spinat, Grünkohl) und Eigelb.
· Mit Mahlzeit
BasicsMittel

L-Lysin

Essentielle Aminosäure — der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Wichtig für Kollagen-Synthese, Calciumaufnahme und Immunfunktion. Klinisch besonders bekannt für Herpes-Prophylaxe (HSV-1).

DosisProphylaktisch 1 g/Tag, bei akutem Herpes-Ausbruch 1–3 g/Tag. Nüchtern aufgenommen besser bioverfügbar.
· Beliebig
BasicsStark

Magnesium-Glycinat

Hochbioverfügbare Magnesiumform, magenfreundlich. Unterstützt Schlaf, Muskelregeneration und neuronale Funktion.

Dosis200–400 mg elementares Magnesium am Abend.
· Abends
AntioxidansFrühphasig

Matcha

Pulverisierter ganzer Grüntee-Blatt — man trinkt das ganze Blatt statt nur den Aufguss. Dadurch deutlich höhere Catechin- (EGCG) und L-Theanin-Dosis sowie mehr Koffein als bei klassischem grünem Tee.

Dosis1–2 g Pulver pro Portion (1 Teelöffel). Höherer Koffeingehalt als aufgegossener grüner Tee — entsprechend dosieren.
· Morgens
MetabolischMittel

Metformin

Das meistverordnete Diabetes-Medikament — und ein Longevity-Hoffnungsträger (Ziel der geplanten TAME-Studie). Verschreibungspflichtig; der Nutzen für gesunde, nicht-diabetische Menschen ist umstritten.

DosisEinschleichend, mit dem Essen (gegen Magen-Darm-Nebenwirkungen) — ausschließlich ärztlich verordnet.
· Mit Mahlzeit
SonstigesStark

Minoxidil

Der zweite Standard gegen Haarausfall — ein topisch aufgetragener Gefäßerweiterer. Frei verkäuflich und wirksam, aber kein Wirkstoff fürs Leben optional: Setzt man ab, kehrt der Verlust zurück.

DosisTopisch (5 %) als Lösung oder Schaum, 1–2×/Tag. Wirkung nur bei dauerhafter Anwendung. Niedrig dosiertes orales Minoxidil wird zunehmend off-label eingesetzt — das ist verschreibungspflichtig.
· Beliebig
AntioxidansMittel

N-Acetylcystein (NAC)

Vorläufer von Glutathion, dem wichtigsten körpereigenen Antioxidans. Klinisch als Schleimlöser und Paracetamol-Antidot etabliert — und als „GlyNAC" (mit Glycin) in der Altersforschung im Fokus.

DosisTypisch 600–1.200 mg/Tag. Spannend ist die Kombination mit Glycin („GlyNAC") — kleine Studien (Baylor) zeigten Verbesserungen bei Glutathion, Mitochondrien und Entzündungsmarkern bei Älteren.
· Beliebig
NAD⁺-PrecursorMittel

Niacin (Vitamin B3)

Der ursprüngliche, spottbillige NAD⁺-Vorläufer und ein essenzielles B-Vitamin. Hebt NAD⁺ wie NMN/NR — die teureren Verwandten haben aber bessere Verträglichkeit (kein „Flush").

DosisAls Vitamin reichen wenige Milligramm. Nikotinsäure in Hochdosis verursacht den typischen „Flush" (Hautrötung); die Nicotinamid-Form nicht.
· Mit Mahlzeit
NAD⁺-PrecursorFrühphasig

Nicotinamid-Ribosid (NR)

NAD⁺-Vorläufer und direkter Konkurrent von NMN. Beide heben den NAD⁺-Spiegel beim Menschen nachweislich an — ob das aber messbar gesünder altern lässt, ist noch offen.

DosisIn Studien meist 250–500 mg/Tag. Als bekanntestes Markenpräparat firmiert NR unter „Niagen".
· Beliebig
NAD⁺-PrecursorFrühphasig

NMN (Nicotinamid-Mononukleotid)

Direkter NAD+-Precursor. Frühphasige klinische Evidenz zeigt erhöhte NAD+-Spiegel im Blut nach oraler Gabe.

Dosis250–500 mg/Tag, morgens.
· Morgens
AntioxidansStark

Olivenöl (hoher Polyphenolgehalt)

Extra natives Olivenöl mit hohem Polyphenolgehalt (>250 mg/kg). Hydroxytyrosol und Oleocanthal sind starke Antioxidantien mit kardiovaskulären und entzündungshemmenden Effekten.

Dosis1–2 Esslöffel (10–25 ml) pro Tag, am besten zu Mahlzeiten.
· Mit Mahlzeit
BasicsStark

Omega-3 Fischöl (EPA/DHA)

Senkt Triglyceride, wirkt entzündungsregulierend. Wichtig für alle, die wenig fetten Fisch essen.

Dosis1–2 g kombiniertes EPA+DHA pro Tag. Mit Mahlzeit einnehmen.
· Mit Mahlzeit
SonstigesFrühphasig

Oregano-Öl

Konzentriertes Öl aus dem mediterranen Oregano (Origanum vulgare). Hauptwirkstoff Carvacrol mit antimikrobiellen und antifungalen Effekten in vitro. Wird phasenweise in Darmprotokollen eingesetzt.

DosisStandardisiert auf 60–80 % Carvacrol. 50–200 mg/Tag, immer mit Mahlzeit. Maximal 6 Wochen am Stück, dann 4 Wochen Pause.
· Mit Mahlzeit
MitochondrialFrühphasig

PQQ (Pyrrolochinolinchinon)

Ein Redox-Cofaktor, der die Bildung neuer Mitochondrien anregen soll. Mechanistisch faszinierend, beim Menschen noch jung — wird oft mit CoQ10 kombiniert.

DosisTypisch 10–20 mg/Tag. Wird häufig mit CoQ10 gestackt.
· Beliebig
SonstigesMittel

Probiotika (Multi-Stamm)

Lebende Bakterienkulturen — typischerweise Lactobacillus- und Bifidobacterium-Stämme — die das Darmmikrobiom unterstützen. Mit dem Alter sinkt die mikrobielle Diversität, was Inflammation und Stoffwechsel beeinflusst.

Dosis1–10 Milliarden KbE (CFU) pro Tag bei Multi-Stamm-Präparaten. Magensaftresistente Kapseln bevorzugen.
· Morgens
AntioxidansVorläufig

Pterostilben

Das „bessere Resveratrol" — ein methyliertes Stilbenoid (u. a. aus Blaubeeren) mit deutlich höherer Bioverfügbarkeit. Wird oft mit NMN/NR kombiniert, ist beim Menschen aber noch wenig untersucht.

DosisIn Studien meist 50–125 mg/Tag. Häufig mit NAD-Vorläufern (NMN/NR) kombiniert.
· Mit Mahlzeit
SenolytikumFrühphasig

Quercetin (mit Bromelain)

Flavonoid mit antiinflammatorischen und senolytischen Eigenschaften (Studienkombi mit Dasatinib). Schlechte orale Bioverfügbarkeit.

Dosis500–1.000 mg/Tag. Bromelain oder lipid-basierte Formulierungen verbessern Aufnahme.
· Pulsweise
SonstigesFrühphasig

Rapamycin (Sirolimus)

Der vielleicht spannendste Longevity-Wirkstoff der Forschung — ein mTOR-Hemmer, der in Tiermodellen zuverlässig die Lebensspanne verlängert. Beim Menschen verschreibungspflichtig und als Longevity-Anwendung off-label und unbewiesen.

DosisIn der Longevity-Szene werden niedrige, intermittierende Dosen diskutiert (off-label). Festlegung ausschließlich ärztlich — zugelassen ist Rapamycin als Immunsuppressivum, nicht zur Lebensverlängerung.
· Pulsweise
AntioxidansVorläufig

Resveratrol

Das Polyphenol aus rotem Wein, das die Sirtuin-Longevity-Forschung (David Sinclair) berühmt machte. Faszinierende Mechanismen — aber beim Menschen ernüchternde Evidenz und schlechte Bioverfügbarkeit. Ein Paradebeispiel für „Hype trifft Realität".

DosisIn Studien meist 150–500 mg/Tag, mit Fett wegen schlechter Aufnahme. Wird oft mit NMN kombiniert (Sinclair-Protokoll) — die Synergie ist beim Menschen aber nicht belegt.
· Mit Mahlzeit
AdaptogenMittel

Rhodiola Rosea

Adaptogen aus arktischen Regionen. Wirkstoffe Rosavin und Salidrosid modulieren die HPA-Achse und unterstützen Stressresistenz, mentale Leistungsfähigkeit und Fatigue-Reduktion. Wirkung typischerweise innerhalb von Stunden spürbar.

Dosis200–600 mg/Tag standardisiertes Extrakt (3 % Rosavin, 1 % Salidrosid). Morgens auf nüchternen Magen. Zyklisch nehmen — z. B. 6 Wochen on, 2 Wochen off.
· Morgens
GerätMittel

Rotlicht-Kappe (LLLT)

Low-Level-Laser-/LED-Geräte als Kappe oder Helm gegen erblichen Haarausfall. FDA-cleared, mit moderater Evidenz — eine geräte-basierte, nicht-medikamentöse Option.

DosisJe nach Gerät meist 2–3 Anwendungen/Woche zu je einigen Minuten. Geduld und Konsequenz über Monate nötig.
· Beliebig
GerätMittel

Rotlicht-Maske (LED, Gesicht)

LED-Maske mit rotem und nah-infrarotem Licht für die Gesichtshaut — Photobiomodulation gegen Falten und für ein gleichmäßigeres Hautbild. FDA-cleared Geräte, moderate Evidenz.

DosisJe nach Gerät meist 3–5 Anwendungen/Woche zu je einigen Minuten. Ergebnisse brauchen Wochen bis Monate konsequenter Nutzung.
· Beliebig
SonstigesVorläufig

Sägepalme (Saw Palmetto)

Pflanzlicher, milder DHT-Hemmer — oft als „natürliches Finasterid" vermarktet. Bessere Datenlage bei Prostatabeschwerden (BPH) als bei Haarausfall, wo die Evidenz dünn ist.

DosisTypisch 160–320 mg/Tag (Fettextrakt, standardisiert). Geduld nötig — Effekte, falls vorhanden, brauchen Monate.
· Mit Mahlzeit
BasicsStark

Selen

Essentielles Spurenelement, Bestandteil von Selenoproteinen (Glutathion-Peroxidase, Thioredoxin-Reduktase). Wichtig für Schilddrüsenfunktion, antioxidative Abwehr und Immunsystem.

Dosis70–200 µg/Tag. Bevorzugt L-Selenomethionin (organisch). Werte über 400 µg/Tag dauerhaft vermeiden.
· Mit Mahlzeit
SonstigesFrühphasig

Spermidin (aus Weizenkeim)

Polyamin mit autophagie-induzierender Wirkung in vivo. Frühphasige Humandaten zu Kognition und Mortalität in Kohorten.

Dosis1–6 mg/Tag, morgens. Weizenkeim-Extrakte sind Standard.
· Morgens
MetabolischFrühphasig

Taurin

Konditionell essenzielle Aminosäure mit interessanter Tierdaten-Studienlage zur Lebensverlängerung. Humandaten im Aufbau.

Dosis1–3 g/Tag, mit Mahlzeit.
· Mit Mahlzeit
HormonellMittel

Testosteronersatztherapie (TRT)

Ärztlich verordnete Testosteron-Substitution bei diagnostiziertem Mangel (Hypogonadismus). Bei echtem Mangel hochwirksam — als „Longevity-Booster" für Männer mit normalem Spiegel aber nicht belegt und nicht risikofrei.

DosisForm (Gel, Injektion) und Dosis legt ausschließlich die Ärztin/der Arzt nach Blutwerten und Symptomen fest.
· Beliebig
BasicsStark

Vitamin B12 (Cobalamin)

Essenziell für Nerven, Blutbildung und Methylierung. Mangel ist häufig — bei Veganern und im Alter (die Aufnahme sinkt) — und kann unbehandelt bleibende Nervenschäden verursachen.

DosisVeganer und Ältere: regelmäßig supplementieren. Methyl- oder Cyanocobalamin wirken beide. Status messen (Holo-TC, ggf. Methylmalonsäure).
· Beliebig
BasicsStark

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Essenzielles Antioxidans und Cofaktor der Kollagensynthese. Mangel ist heute selten — die Rolle für Immunsystem, Haut und Gefäße bleibt aber relevant. Megadosen sind überschätzt.

DosisBedarf über Obst/Gemüse meist gedeckt; Supplemente 100–500 mg/Tag sind unkritisch. Raucher haben erhöhten Bedarf.
· Beliebig
BasicsStark

Vitamin D3 + K2

Im DACH-Raum sind die Spiegel von Oktober bis April flächendeckend zu niedrig. Substitution ist sinnvoll, K2 ergänzt synergistisch.

Dosis1.000–4.000 IE D3/Tag, nach Blutwert (25-OH-D3 Zielbereich 40–60 ng/ml). 100–200 µg MK-7 K2.
· Mit Mahlzeit
BasicsMittel

Vitamin E (Tocopherole)

Fettlösliches Antioxidans, das Zellmembranen vor Oxidation schützt. Über die Nahrung wertvoll — als isolierte Hochdosis-Ergänzung aber überraschend riskant.

DosisBedarf über Nüsse, Samen und Pflanzenöle gut deckbar. Von hochdosierten Mono-Präparaten (alpha-Tocopherol) ist eher abzuraten.
· Mit Mahlzeit
BasicsStark

Zink

Essentielles Spurenelement, beteiligt an über 300 enzymatischen Reaktionen. Kritisch für Immunfunktion, Wundheilung, DNA-Synthese, Testosteron-Produktion und Hautgesundheit. Mangel ist in industrialisierten Ländern weit verbreitet.

Dosis10–25 mg/Tag dauerhaft. Bisglycinat oder Picolinat haben die beste Bioverfügbarkeit. Mit Mahlzeit einnehmen, um Magenirritationen zu vermeiden.
· Mit Mahlzeit