AntioxidansVorläufig

Resveratrol

Das Polyphenol aus rotem Wein, das die Sirtuin-Longevity-Forschung (David Sinclair) berühmt machte. Faszinierende Mechanismen — aber beim Menschen ernüchternde Evidenz und schlechte Bioverfügbarkeit. Ein Paradebeispiel für „Hype trifft Realität".

Auch bekannt als: resveratrol, trans-resveratrol

Wirkungsweise

Resveratrol ist ein Polyphenol (u. a. in Rotwein), das als Sirtuin-Aktivator bekannt wurde und antioxidativ wirkt. Frühe Tierstudien weckten große Hoffnungen, doch die Humandaten enttäuschten weitgehend, auch wegen sehr schlechter Bioverfügbarkeit. Heute gilt es als overhyped; Pterostilben gilt als die wirksamere Verwandte.

Ziele
Longevity (breit)Herz-KreislaufStoffwechsel
Einnahmezeit
Mit Mahlzeit
Preisklasse
Mittel

Dosierung

In Studien meist 150–500 mg/Tag, mit Fett wegen schlechter Aufnahme. Wird oft mit NMN kombiniert (Sinclair-Protokoll) — die Synergie ist beim Menschen aber nicht belegt.

Hinweise

Ehrliche Einordnung: Resveratrol wurde als Sirtuin-Aktivator und „Kalorienrestriktions-Mimetikum" gefeiert, doch die direkte SIRT1-Aktivierung ist wissenschaftlich umstritten, die Bioverfügbarkeit gering und die menschlichen RCTs überwiegend enttäuschend. Mögliche Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern (blutverdünnender Effekt). Kurz: spannende Hypothese, schwache Humanevidenz — kein Pflicht-Supplement.

VeganWechselwirkungenNicht in Schwangerschaft
Darreichung
Kapsel

Wissenschaftliches

Mechanismen
Mutmaßliche SIRT1-Aktivierung (umstritten)Stilbenoid-Polyphenol (antioxidativ)Hormetischer Stressreiz
Hallmarks of Aging
Gestörte Nährstoff-Sensorik
Studienlage

Studien zu Resveratrol

20.831 Studien insgesamt · Auf PubMed öffnen

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